Wir sind Teil der Gesellschaft

Die Wiler Zeitung sprach mit dem Projektleiter Hisham Maizar über Vorbehalte, Ängste und das weitere Vorgehen bei der Realisation des Baus.

Herr Maizar, der Islamische Verein will in Wil ein Begegnungszentrum bauen. Schon der Kauf des Landes hat sich in der Vergangenheit als schwierig erwiesen. Sind in Wil die Vorbehalte gegen Moslems stärker als in anderen Städten in der Schweiz?

Maizar: Nein, auf keinen Fall. Ich bin in verschiedene Projekte schweizweit involviert. Wil war mit der Anti-Minarett-Initiative zwar in den Schlagzeilen, doch auch an anderen Orten gilt es für uns, regionale und allgemeine Ängste im Dialog auszutragen und gemeinsam auszuräumen.

Im Sommer 2009 hat der Islamische Verein die Parzelle an der Rosenstrasse gekauft. Nun wird das Baugesuch für die geplante islamische Begegnungsstätte eingereicht. Warum hat es bis zu diesem Schritt so lange gedauert?

Maizar: Da es sich um Industrie- und Gewerbeland handelt, mussten zuerst die Altlasten des Grundstücks geklärt werden. Das Erfüllen der kantonalen Auflagen beim Kauf war ebenfalls zeitaufwendig. Dann haben wir verschiedene Vorprojekte von unterschiedlichen Architekten geprüft, bevor das Projekt konkretisiert werden konnte.

Sie haben Anfang November die Nachbarschaft über das Bauprojekt informiert. Erste Kritik wurde an der Strassenführung laut, da Zu- und Wegfahrten über Strassen, die in der 30er-Zone liegen, führen. Wie begegnen Sie diesen Kritikpunkten?

Maizar: Wir nehmen diese Kritik sehr ernst. Verschiedene Ansätze, die Zu- und Wegfahrten anders zu führen, mussten wir jedoch bis jetzt verwerfen. Die Parzelle hat eine ungünstige Form, die leider nicht viele Möglichkeiten offenlässt. Gern hätten wir das Nachbargrundstück im Osten dazugekauft, dann wäre eine direkte Verkehrsführung möglich gewesen, ohne die Tempo-30-Zone zu tangieren. Leider konnten wir dieses Grundstück jedoch nicht erwerben. Wir sind aber offen, jede Alternative zu prüfen.

Wurden weitere Vorbehalte gegen das Begegnungszentrum an Sie herangetragen?

Maizar: Ja, natürlich. Viele Menschen wissen nicht genau, was mit dem Begegnungszentrum auf sie zukommt. Sie haben Angst vor Überfremdung oder Bildung einer Parallelgesellschaft. Diese Ängste haben in der Schweiz eine lange Geschichte, man denke dabei an die Schwarzenbach-Initiative der 1970er-Jahre. Ein neuerlicher Höhepunkt wurde mit der Anti-Minarett-Initiative erreicht.

Wie begegnen Sie diesen Ängsten?

Maizar: Da gibt es für uns nur die Möglichkeit der offenen Kommunikation. Wir möchten den Wilern zeigen, dass wir auch eine Bereicherung sind. Wir wollen eine aktive Bürgerrolle spielen, weil wir uns als einen Teil der Gesellschaft sehen und auch so fühlen. Mit dem neuen Begegnungszentrum und dem verbesserten Raumangebot haben wir künftig die Möglichkeit, vermehrt auch öffentliche Anlässe für alle Wilerinnen und Wiler anzubieten. Die Menschen haben Angst vor Unbekanntem. Wenn sie uns besser kennen, dann können solche Ängste auch abgebaut werden.

Welche Schritte sind weiter geplant?

Maizar: Nach der Baueingabe wird das Projekt während 20 Tagen öffentlich aufliegen. Während dieser Zeit sind Einsprachen möglich. Uns liegt viel am direkten Dialog. Deshalb planen wir für den Januar eine Podiumsdiskussion, zu der wir Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung und Kirche einladen wollen. Die Realisation des Begegnungszentrums ist nicht nur aus baulicher, sondern auch aus gesellschaftspolitischer Sicht zu betrachten. Und dazu braucht es Gesprächsbereitschaft und ein offenes Ohr und offene Herzen aller Seiten.

Interview: Monique Stäger / St. Gallen Tagblatt

 

Beitrag SF Aktuell:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=571dad1d-c872-42fc-b079-f09138a39e48

Beitrag TVO:

http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=97&day=2012-01-05 

News

Mit Dialog und Kooperation, statt mit Provokation die Islamophobie abbauen


ISLAMISCHE VERBÄNDE SCHWEIZ


Arbeitsgemeinschaft der FIDS und KIOS
Mit Dialog und Kooperation, statt mit Provokation die Islamophobie abbauen

Die Stellungnahme zur Kundgebung des IZRS
vom 29. Ok

Ist der Glaube eine private oder öffentliche Sache?



Im Rahmen der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (IDA) für die Begegnung und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens fand in Sargans eine Podiumsdiskussion mit  Vertretern der beiden Landeskirchen und der muslimischen Gemeinschaft statt.

Moslem-Friedhof wäre möglich

Der Kanton will die Revision des Friedhofsgesetzes, durch die Moslem-Grabfelder möglich geworden wären, fallenlassen. Stattdessen sucht nun das Departement des Innern «nach anderen Wegen, dem Anliegen der Moslems gerecht zu werden» (Tagblatt vom 26. September). Das geltende Gesetz aus dem

Thema Islam im Top Talk



Schätzungen gehen davon aus, dass heute 440 000 Muslime in der Schweiz leben. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von knapp sechs Prozent.

Seit einigen Jahren wird in der Schweiz vermehrt über den Islam und den Umgang mit Muslimen diskutiert. Im Zuge der Minarett-Initia

Gemeinsame Pressemitteilung der Muslime



26. September 2011

Die Föderation der islamischen Dachorganisation der Schweiz (FIDS), der Dachverband islamischer Gemeinden in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein
(DIGO) sowie die Islam-Gelehrten und Imame der Ostschwei

Von wegen 100% Kalbsbratwurst

 

Kürzlich kaufte ein Muslim eine sogenannte 100 prozentige Kalbsbratwurst
und liess sie vom SQTS - Swiss Quality Testing Services auf den Inhalt hinuntersuchen.

Dabei kam das Resultat heraus, dass 72.6% Schweinefleisch und nur 26.4% als Kalbfleisch darin enthalten waren.

Es wird zu keinem Streit kommen

Wer entsprechend der Gepflogenheiten seiner Religion beerdigt wird, gehe leichter in den Tod, sagt Hisham Maizar. Und werden moslemische Grabfelder auf Friedhöfen möglich, müsste als erstes die Stadt St. Gallen reagieren.

Herr Maizar, Grabfelder für Moslems sind in Griffw

St.Gallen will Grabfelder für Muslime schaffen


ST.GALLEN. Auf den Friedhöfen im Kanton St.Gallen soll auch Moslems eine schickliche Bestattung möglich sein: Die Regierung gibt ein neues Gesetz über die Friedhöfe und die Bestattungen in die Vernehmlassung, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Die p

Stellungnahme zur Empfehlung des Erziehungsrates des Kantons St. Gallen

 

Stellungnahme zur Empfehlung des Erziehungsrates vom Kanton St. Gallen
bezüglich „Kopfbedeckungsverbot während des Schulbetriebes“

Die FIDS nimmt von der Empfehlung des St. Galler Erziehungsrates mit Sorge und Bedauern
Kenntnis und gibt fol

Das Kopftuch wird zum Zankapfel



ST.GALLEN. Die Kopftuchdebatte – ein Wertekonflikt? Das Kopftuchverbot an Schulen, welches der St. Galler Erziehungsrat begrüssen würde, scheidet die Geister. Die Meinungen schwanken zwischen Zustimmung, leiser Kritik und blanker Ablehnung.





m

Webmail DIGO


No documents found.

Xmedia
Xmedia